Baumängel und Bauschäden infolge unzureichender Bauwerksabdichtung
Beispiel

Sachverhalt:
Im Keller des Wohnhauses wurden durch die Bauherren Durchfeuchtungen im Fußboden und in den angrenzenden Kellerwänden bemängelt.
Aufgrund dieser Durchfeuchtungen wurden Undichtigkeiten in der vertikalen Bauwerksabdichtung vermutet und bei einer Ortsbesichtigung detailliert untersucht.

Feststellung:
Im Rahmen der Ortsbesichtigung sind insbesondere folgende Mängel festgestellt worden:
  • fehlende Hohlkehle, sodass die Abdichtung 90° geknickt aufgebracht wurde
  • vorhandene Leckage in der Abdichtungsschicht
  • ein Wasserkissen unterhalb der Abdichtung auf der Betonsohle
  • Abdichtung im Bereich der vorspringenden Sohlplatte lediglich einlagig ausgeführt
  • Stirnseite der Sohlplatte nicht abgedichtet
Fazit:
Die vorhandene Vertikalabdichtung des Gebäudes war demzufolge derart mangelhaft ausgeführt, dass sie nicht den allgemein anerkannten Regeln der Bautechnik, insbesondere der DIN 18 195 entsprach. Die bemängelten Durchfeuchtungen konnten zweifelsfrei auf die mangelhafte Bauwerksabdichtung zurückgeführt werden.